STECKBRIEF » Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans)

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Rotwangen-Schmuckschildkröte

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Trachemys scripta
 

Rotwangen-Schmuckschildkröte

Größe

Ø 20-35 cm (Männchen bleiben etwas kleiner)

Gewicht

Weibchen bis 4 kg und Männchen ca. 3 kg

Nahrung

adulte Tiere ausschl. pflanzl. Nahrung; juvenile Tiere dagegen auch tierische Nahrung

Gelege

ca. 22 Eier  (inkubierend*)

Tragzeit

... gibt es keine, da sie ihre Eier in Mulden (am Strand!) vergräbt und darin die Inkubation* stattfindet.
Schlupfzeit 75-90 Tage (die jungen Schildkröten graben sich ans Tageslicht)

Verbreitung

USA vor allem in Mississippi, Illinois, Texas, Alabama, Georgia und Indiana, Populationen auch in Deutschland (Aussetzung)

Lebenserwartung

30-40 Jahre

* Inkubation (Biologie) = (v. lat. incubare "liegen auf", "ausbrüten") hat hier die Bedeutung: Ausbrütung von Schildkröteneiern mit Wärme, bis Jungtiere schlüpfen (durch die Wärme im Boden).
Die Rotwangen-Schmuckschildkröte kann leicht mit Gelbwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta) verwechselt werden. Die gelbliche Zeichnung im Bereich der Wangen der Gelbwangen-Schmuckschildkröte ist ein sicheres Unterscheidungsmerkmal.
Männchen haben im Gegensatz zu den Weibchen stark verlängerte Vorderkrallen und einen deutlich längeren Schwanz.
Die Rotwangen-Schmuckschildkröte ist eine wärmeliebende Schildkröte. Tagsüber sieht man sie meist auf Felsen, Steinen oder ins Wasser ragenden Baumstämmen beim Sonnenbad. Dabei sind sie nicht selten in größeren Gruppen anzutreffen, da sonnenexponierte Plätze zumeist sehr rar sind. Sie bevorzugt ruhige Gewässer mit schlammigem Untergrund und reichhaltiger Vegetation. Eher selten ist die Rotwangen-Schmuckschildkröte auch in Fließgewässern anzutreffen. Die Nachtruhe verbringen die Rotwangen-Schmuckschildkröten im Wasser, wobei ihr Kopf leicht aus dem Wasser ragt. Im Wasser sind sie vor den meisten Fleischfressern in Sicherheit. Auch am Tage flüchten sie bei der kleinsten Bedrohung ins Wasser. Bei Temperaturen von weniger als zehn Grad Celsius geht die Rotwangen-Schmuckschildkröte in die Winterruhe. Bei solch niedrigen Temperaturen kann sie ihren Stoffwechsel nicht aufrechterhalten. Die Winterruhe erstreckt sich in den meisten Verbreitungsgebieten von Oktober bis in den April des Folgejahres. Sie ziehen sich zur Winterruhe meist an geschützten Stellen ins Wasser, hohlen Baumstümpfen oder an ähnlichen Stellen zurück. In besonders kalten Wintern ist die Mortalität sowohl unter den Jungtieren als auch unter den erwachsenen Tieren sehr hoch. Jungtiere überwintern in der Regel in ihren Nestern.
Information Rote Liste des IUCN = nicht aufgeführt
Artenschutz: Die Rotwangen-Schmuckschildkröten sind im Anhang B der EU-Artenschutzverordnung * aufgeführt, sowie auch mit der deutschen Bundesartenschutzverordnung erfasst. Dies jedoch nicht weil sie gefährdet sind, sondern aufgrund der Gefahr der Faunaverfälschung.
* Anhang B = Arten des Anhang II des WA sowie Arten, die im internationalen Handel derart gefragt sind, dass ihr Überleben in bestimmten Ländern gefährdet ist. Beispiele: alle Affen, alle Landschildkröten, Krokodile, Warane

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